Vom Pazifik über das Rückgrat des Teufels in die Sierra Gorda Teil 2

Wir und unsere Maschinen hatten also problemlos den Espinazo Del Diablo gepackt, 2400 mtr über dem Meer liegt dieser fantastische Streckenabschnitt. Die Landschaft dort kann man eigentlich nur als gewaltig bezeichnen und erst wenn man sich dieses „Teufelsrückgrat“ mitten in der Sierra mal per Satellitenbild anschaut, ahnt man die Wucht dieser Berge:  ( Bilder zum Vergrössern bitte anklicken)

Espinazo del Diablo

Ein paar Fotos noch von dieser Bergfahrt:

Dorfidyll unter einer der neuen Brücken der Strecke Mazatlán - Durango

Kleines Bergdorf

Serpentinenstrecke

Sierra, Espinazo del Diablo

Endlose Weite, Hochland um Durango

Und nun geht es also weiter auf unserem langen Trip, zuerst müssen wir aber unbedingt nach Zacatecas! Ich kann’s drehen und wenden wie ich will: die schönste Kneipe in der ganzen Sierra liegt mitten in der Stadt Zacatecas, die Cantina Las Quince Letras! In meinem letztjährigen Beitrag habe ich ja schon über diese Institution berichtet, es zieht mich einfach dahin, also nach kurzem Stop brettern wir weiter.

Richtung Zacatecas

Ein altes Monument lassen wir links liegen

Bei Zacatecas

und treffen am frühen Abend in der Stadt Zacatecas ein. Die Stadt hat einfach was, für mich ist sie die schönste Kolonialstadt Mexikos. Und immer wenn ich in der Stadt bin, steige ich in der Finca Del Minero ab. Gutes Hotel, gute Preise, Garage für die Motorräder und – man kann die Altstadt bequem zu Fuss erkunden:

Hotel La Finca del Minero Zacatecas

Der Abend kann gut erfrischt beginnen!

Zacatecas, Zentrum, bei Nacht

Zacatecas, Altstadthaus, bei Nacht

Eine weitere „Institution“ in Zacatecas ist sicher das Restaurant Los Dorados de Villa: den Stil dieses authentisch mexikanischen Restaurants kann man schwer beschreiben, halb Kantine, halb Jugendstil-Villa mit pompöser Deko zu nostalgischer Vergötterung Pancho Villas und seiner Kämpfer. Muss man einfach selbst gesehen haben!

Dorado de Villa, Zacatecas

Los Dorados de Villa, Zacatecas

Los Dorados de Villa

Kräftig gestärkt marschieren wir los zur Cantina Las Quince Letras – RUHETAG! Das ist herb! Schlecht vor allem für Charly und Barragan, denen hatte ich die Ohren voll gedönst und jetzt das!

Wir machen uns also auf dem Weg zurück ins Hotel, ein reichlich kalter Wind bläst uns um die Ohren und wir beschliessen noch auf einen Tequila, einen Absacker in eine kleine Kneipe zu gehen. Aber nee, es ist uns zu kalt, wir marschieren ins Hotel.

zwei Kneipiers auf dem Weg ins Hotel

Schon am nächsten Morgen muss Charly uns verlassen – das Geschäft zuhause in Santa Elena wartet!

Zacatecas Adiós

Bleiben also noch El Capitán Barragan, Irma und meine Wenigkeit und wir werfen uns gleich nach dem Frühstück auf die Sättel und ab geht’s nach San Luis Potosí , eine grosse Industriestadt. Wir wollen da nur durchfahren, werden wegen einer Megabaustelle für eine neue Umgehungsstrasse mehrmals umgeleitet, also wir brauchen eine Weile bis wir wieder die ungefähre Richtung haben, aus der Stadt raus sind. Ziemlich kalt da, übrigens!

Schliesslich fragen wir ein paar Passanten nach dem Weg zu Ciudad Valles und dem Städtchen Aquismón, unser nächster geplanter Stopp. Oh Mann! Wir sollten da auf gar keinen Fall hinfahren, dort hätte man vor gerade mal einer Stunde den Polizeichef umgebracht! so die erschrockene Auskunft. Na super! Was nun? Kurze Beratung, meine beiden Mexikaner Irma und Barragan wurden überstimmt! Wir fahren doch dort hin, schliesslich hätten die bösen Buben ihren Job schon getan und sind sicher schon weit weg, oder nicht?

 die Karawane zieht weiter

Die kommenden knapp 30 km lassen an frühe Tage meiner 2-rädrigen Leidenschaft erinnern: wie auf dem alten Nürburgring komme ich mir vor, die bin ich mit dem Fahrrad, dem Mofa und mit meiner ersten Zündapp entlang gefahren!

Kurz vor Ciudad Valles biegen wir ab Richtung Aquismón. Hatten wir bisher die Landschaft der Sierra bewundern können, wollen wir uns nun ein Naturspektakel der ganz besonderen Art anschauen: den Sótano de las Golondrinas, die Schwalbenhöhle.

Das, allerdings, meine lieben Freunde, wurde nicht nur ein veritables Spektakel sondern brachte uns (also gut, zumindest mich und Barragan) an unsere körperlichen Grenzen! Im nächsten Teil werde ich ausführlich davon berichten, nur eine kleine Einstimung:

Blick hinunter in den Sótano de las Golondrinas

Blick hinunter in den Sótano de las Golondrinas

Noch ein paar Eindrücke von unterwegs:

Barragan in action  Unterwegs nach San Luis Potosí

grüne Sierralandschaft

la Irma und die Harley

Wie im Ostallgäu - nur besser!

nächtliche Bettler

nächtliche Fütterung

Fast über den Wolken

11 Gedanken zu “Vom Pazifik über das Rückgrat des Teufels in die Sierra Gorda Teil 2

  1. Super.
    Ein fantastischer Reisebericht mit tollen Fotos. Es macht riesig Spaß, hier quasi „mitzufahren“ und an euren Erlebnissen teilzuhaben.
    Ich bin schon gespannt auf die nächste Folge!
    LG von Rosie

    • Vielen Dank für soviel Lob, Rosie! Wir fahren eben mit viel Spass an der Freude, die Sierra bietet immer wieder neue Überraschungen. Nächste Folge wird gerade bearbeitet.
      Beste Grüsse aus Puerto Vallarta
      Mike

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